Tuesday 24. November 2020

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EIN MENSCH

 

Telefonseelsorge

Online Version des zuhause-Gottesdienstes

Online-Zuhause-Gottesdienst vom 1.Adventsonntag

1. Adventsonntag (29. November 2020)

 

Was Sie vorbereiten können:

  • Suchen Sie sich in Ihrem Zuhause einen Platz zum Feiern des Gottesdienstes, wo Sie sich wohl fühlen: beim Esstisch, im Wohnzimmer, auf Ihrem Lieblingsplatz.
  • Stellen Sie den Adventkranz oder 4 Kerzen (z. B. in einem Teller mit Zweigen) in die Mitte.
  • Wenn Sie mehrere Personen sind, teilen Sie sich die Aufgaben im Gottesdienst auf.
  • Viele Lieder sind aus dem Gotteslob entnommen, das im Buchhandel erhältlich ist.

 

Wie Sie den Netzwerk-Gottesdienst feiern:

Zu Beginn

gemeinsam: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

 

Einstimmung

eine/einer: Mit dem ersten Adventsonntag beginnen wir die Zeit des Advents. Das Wort „Advent“ kommt vom lateinischen „adventus“ und bedeutet Ankunft. Wir bereiten uns im Advent auf die Ankunft Jesu vor – im doppelten Sinn: Zum einen bereiten wir uns auf Weihnachten vor und denken an die Menschwerdung des Gottessohnes, an sein erstes Kommen zu den Menschen, an die Ankunft der Menschenfreundlichkeit Gottes in Jesus. Zum anderen will der Advent aber auch auf das zweite Kommen Christi zur Vollendung der Welt vorbereiten. Unter beiden Gesichtspunkten ist er eine Zeit der freudigen Erwartung.

 

 

Zur ersten Strophe des Liedes „Wir sagen euch an den lieben Advent“ (GL 223,1) 

kann die erste Kerze auf dem Adventkranz entzündet werden.

 

 

Lobpreis über dem Licht

eine/einer: Wir preisen dich, unsichtbarer, ewiger Gott,

du bist die Quelle allen Lebens.

Du bist das Licht, vor dem alle Finsternis weicht.

Du rufst uns,

als Kinder des Lichts wachend und betend

deinem unvergänglichen Licht entgegenzugehen

und das Wiederkommen deines Sohnes zu erwarten.

Dafür sei dir Dank, Preis und Ehre, jetzt und in Ewigkeit.

gemeinsam: Amen.

(Werkbuch „Wort-Gottes-Feier“, S. 194, gekürzt)

 

 

Das Evangelium – die Frohe Botschaft: Markus 13,33-37

eine/einer: + Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Gebt Acht und bleibt wach!

Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.

Es ist wie mit einem Mann,

der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen:

Er übertrug die Vollmacht seinen Knechten,

jedem eine bestimmte Aufgabe;

dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein.

Seid also wachsam!

Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt,

ob am Abend oder um Mitternacht,

ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen.

Er soll euch, wenn er plötzlich kommt,

nicht schlafend antreffen.

Was ich aber euch sage,

das sage ich allen:

Seid wachsam!

 

 

Stille

Ihre ganz persönliche Predigt

Überlegen Sie bzw. tauschen Sie sich zu folgenden Fragen aus:

  • Ich stelle mich in der Rolle des Türhüters vor: Wo sitze ich und wohin blicke ich? Was antworte ich jemandem, der fragt: „Auf wen wartest Du?“ Wie halte ich mich die ganze Nacht über wach? Freue ich mich auf das Wiederkommen des Herrn? Und wenn er kommt, wie werde ich es denen im Haus sagen?
  • Was heißt für mich Achtsamkeit – Wachsamkeit – liebende Aufmerksamkeit für das Kommen Jesu?
  • Beunruhigt mich die Ungewissheit, wann Jesus kommt und die neue Welt Gottes, das Reich Gottes, einbricht, oder überwiegt bei mir die Zuversicht?
  • Wenn ich mir Jesus mit dem Gleichnis als einen Mann vorstelle, der auf Reisen ging, wie stelle ich mir diesen Mann und sein Wiederkommen vor?
  • Welche „Vollmacht“ bzw. Aufgabe hat Gott bzw. Jesus mir gegeben?

 

Sie können hier ein Lied singen, oder seinen Text meditieren - Vorschlag: GL 233 „O Herr, wenn du kommst, wird die Welt wieder neu“, besonders die zweite Strophe gibt einen wichtigen Gedanken des heutigen Evangeliums wieder (Strophen 1+2+4)

 

 

Zum Weitergehen

eine/einer: Ein achtsamer und wachsamer Türhüter, eine achtsame und wachsame Türhüterin zu sein, das heißt, dem Angriff des Nichts zu „widerstehen mit den Kräften, die Dauer und Geltung über alle Geschichte hinaus haben, dem Vertrauen, der Hingabe und der Offenheit. (...) Das Evangelium sagt zu, dass uns Annahme trägt, Zuwendung begleitet und Zukunft empfängt. Im Einlassen darauf werden wir die Macht dessen erfahren. So wie wir den Glauben, in dem wir leben, durch das Zeugnis derer, die vor uns waren, empfingen, so sollen wir die Gewissheit und die Erfahrung von der Macht der Zukunft weitergeben an die Menschen um uns und nach uns. Die persönliche Bürgschaft, die durch überzeugendes Leben bekräftigt ist, gewährt die wirksamste Lebenshilfe. Die Frage danach, worauf sein Leben zielt, ist eine Grundfrage des Menschen. Dass es nicht auf das Nichts hin angelegt ist, sondern Erfüllung seines Hoffens auf Heil findet, das ist der Zuspruch, den wir zu sagen haben.“

(Traugott Holtz, Der erste Brief an die Thessalonicher, Zürich/Neukirchen-Vluyn 1998, 239)

 

 

Bitte – unser Gebet in dieser Stunde

Die Fürbitten sind das Gebet der Gläubigen für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen. Sie können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will. Oder Sie formulieren einfach im Stillen für sich.

eine/einer: Lasst uns voll Vertrauen beten zu Gott, dem Ziel all unserer Hoffnung und adventlicher Erwartung:

  • Für alle „Türhüter“, die Ausschau halten nach dir, die achtsam, wachsam und aufmerksam sind für dein Kommen und Wirken in der Welt.
  • Für alle, denen du Vollmacht – Verantwortung und Aufgaben – in der Gesellschaft und in der Kirche gegeben hast. Wir denken heute besonders an ... (Berufsgruppen bzw. Personen nennen)
  • Für alle, die Angst vor der Ungewissheit haben und die dein Kommen mit Furcht erfüllt.
  • Für alle, die Krankheit und Sorgen bedrücken und die voller Hoffnung auf dich warten.
  • Für alle, die müde geworden sind in den Nächten dieser Welt.
  • Für unsere Verstorbenen, für die die Zeit da ist, dass ihre Hoffnung und Erwartung sich erfüllt.

 

Wir können auf jede Bitte antworten:

gemeinsam: Herr, wir hoffen auf dich.

 

 

eine/einer: Beten wir, wie Jesus es uns gelehrt hat.

gemeinsam: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

 

Bitte um Gottes Segen – für den Tag und die Woche

eine/einer: Barmherziger Gott, du hast uns den Glauben an das Kommen deines Sohnes geschenkt. Segne, erleuchte und begleite uns.

Mach uns standhaft im Glauben, froh in der Hoffnung und eifrig in Werken der Liebe.

Lass uns voll Freude und Zuversicht das Kommen Jesu erwarten.

gemeinsam: Amen.

eine/einer: Und so segne uns Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

gemeinsam: Amen.

 

 

Sie können hier ein Lied singen oder seinen Text meditieren – Vorschlag: GL 220 „Die Nacht ist vorgedrungen oder GL 622/4 „Sieh, der Herr kommt in Herrlichkeit“

 

 

Impressum:

Hrsg.: ARGE Liturgie (Geschäftsführender Leiter: Mag. Martin Sindelar, Wien) unter Mitarbeit der Liturgischen Institute in Freiburg/Schweiz und Trier/Deutschland, www.netzwerk-gottesdienst.at; netzwerk.gottesdienst@edw.or.at.
Verfasser: Dr. Michael Zugmann, Leiter der Abteilung Liturgie und Kirchenmusik im Pastoralamt der Diözese Linz
Die Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet erteilte für die aus diesen Büchern entnommenen Texte die Abdruckerlaubnis. Die darin enthaltenen biblischen Texte sind Bestandteil der von den Bischofskonferenzen des deutschen Sprachgebiets approbierten revidierten Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift (2016). © 2020 staeko.net; Der Verfasser ist für die Abklärung der Rechte Grafiken, Fotos und weitere Texte betreffend verantwortlich. Grafiken: wwgrafik.at.

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