Wednesday 21. October 2020

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HIER HÖRT

EIN MENSCH

 

Telefonseelsorge

Online Version des zuhause-Gottesdienstes

Online-Zuhause-Gottesdienst vom 26. Sonntag im Jahreskreis

27. September 2020

 

 

Was Sie vorbereiten können:

  • Suchen Sie in Ihrem Zuhause einen Platz zum Feiern des Gottesdienstes, wo Sie sich wohl fühlen: beim Esstisch, im Wohnzimmer, am Lieblingsplatz, im Garten oder vielleicht gibt es auch eine Gebetsecke.
  • Bereiten Sie eine Kerze, ein paar Teelichter und Zündhölzer vor.
  • Falls Kinder mitfeiern, können sie mithelfen, den Platz zu schmücken: z.B. Blumen, Lieblingsstofftiere/-Puppen, ein hübsches (Tisch-)Tuch, ein Kreuz, eine (Kinder-)Bibel.
  • Wenn jemand ein Instrument spielt, bereiten Sie es vor. Kinder können Rasseln, Schellen oder Triangel verwenden.
  • Außerdem brauchen Sie während der Feier zur Veranschaulichung:
    • Ein quadratisches Blatt Papier, ca. 15 x 15 cm, gerne in der Farbe Rot, wird zum Herz gefaltet. (Kinder können das Blatt im Vorfeld selbst bemalen. Ein Quadrat lässt sich ganz einfach aus einer A4-Seite gestalten: Dazu brauchen Sie das Blatt nur von der schmalen Kante zu einer Diagonale falten. Den sich ergebenden Überschuss dann wegschneiden.).
    • Die Faltanleitung für das Herz finden Sie am Ende unseres Feiervorschlages.

Es kann hilfreich sein, sich die Faltanleitung vor der gemeinsamen Feier anzusehen.

    • Buntstifte, Kugelschreiber
  • Lesen Sie sich diesen Vorschlag und die Bibelstellen vorher durch, damit Sie dann freier in der Gestaltung sind.
  • Verteilen Sie die Aufgaben, wenn mehrere Personen miteinander feiern: Wer führt durch den Gottesdienst, wer liest was, wer darf Kerzen anzünden etc.
    • V: VorbeterIn führt durch den Netzwerk-Gottesdienst
    • L: LektorIn trägt Lesungen und Texte vor (können auch zwei Personen abwechselnd machen)
    • A: Alle sprechen und beten gemeinsam
  • Wenn Sie etwas singen möchten, legen Sie sich ein Gotteslob bereit. Die Lieder können hier heruntergeladen werden.
  • Unser Vorschlag kann selbstverständlich geändert werden – vor allem, wenn Kinder mitfeiern, darf auf Alter und Vorverständnis der Kinder Rücksicht genommen werden.

Wie Sie den Netzwerk-Gottesdienst feiern:

V: Im heutigen Evangelium führt uns Jesus bildlich in einen Weinberg. Die Arbeit im Weinberg war früher – und ist auch heute noch – oft sehr mühsam. Gleichzeitig bereitet die Arbeit aber auch viel Freude! Die Weinlese im Herbst beschenkt uns mit reichen Früchten und Ertrag!

Wir alle sind eingeladen, im Weinberg Gottes zu arbeiten. So wie wir auch eingeladen sind, unseren täglichen Verpflichtungen nachzukommen. Manchmal ist das genauso eine mühsame Arbeit wie im Weinberg. Und das macht nicht immer Spaß. Da kann es dann schon mal sein, dass man nicht mag und sich nicht aufraffen kann.

Wie der eine Sohn dann im heutigen Evangelium auch sagt: „Nein, ich will nicht.“ Nach einiger Zeit spürt er aber, dass er nicht ganz richtig gehandelt hat und er versucht, sich neu auszurichten.

Es ist wichtig, auf sein Herz zu hören und sich selbst treu zu bleiben. Auch wenn dann einmal etwas nicht so gut gelingt. Fehler und Irrwege dürfen passieren!

Gott ermöglicht uns jeden Tag aufs Neue, immer wieder frohen Mutes durchzustarten. Was nicht heißt, dass wir uns in unserer Komfortzone ausruhen dürfen.

Im Weinberg Gottes zu arbeiten, heißt, mit all den eigenen Fähigkeiten und Stärken und auch den eigenen Schwächen und Unzulänglichkeiten bereit zu sein, zu handeln. Wir wollen nicht nur den guten Willen zeigen, sondern durch unser tägliches Handeln konkret werden!

 

Die Kerze wird angezündet.

V: Wir beginnen unsere Feier mit einem Körpergebet.

Guter Gott,

Rechte Hand vor dem Körper zu einer Schale formen

ich bin da!

Linke Hand vor dem Körper zu einer Schale formen

stehe hier, (oder: sitze hier)

Beide Arme nach oben führen und wie eine große offen Schale, Hände zeigen nach innen, stehen / sitzen

komm zu mir!

Hände auf der Brust verkreuzen, eine kleine Verbeugung machen

Körpergebet (Text und Gesten: Doris Gilgenreiner), aus: Gilgenreiner, Doris. Beten mit Leib und Seele, Lahn Verlag 2002

Liedvorschlag: Wenn du singst, singt nicht allein, Nr. 335, aus: Liederquelle, Pastoralamt der Diözese Linz, Linz 2002

 

Kyrie

V: Herr Jesus Christus, durch dich erfahren wir die Liebe Gottes.

A: Herr, erbarme dich.

V: Du rufst uns auf zu handeln.

A: Christus, erbarme dich.

V: Du bist mitten unter uns durch deinen Geist.

A: Herr, erbarme dich.

 

Hören auf das Wort Gottes - Evangelium

Die vorliegende Evangelium-Stelle ist einem Bibeltext in kindgerechter Fassung entnommen. Selbstverständlich können Sie auch die Stelle des heutigen Evangeliums zum Beispiel aus der Einheitsübersetzung vortragen (Mt 21,28-32).

 

L: Aus dem Heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 21, 28-32) +

Jesus fragt:

„Was meint ihr? Ein Vater hatte zwei Söhne.

Zum ersten sagte er: ,Mein Sohn, geh und arbeite heute im Weinberg!‘

Der antwortete: ,Ja, gerne Vater.‘ Er ging aber später nicht hin.

Da fragte der Vater den zweiten Sohn: ,Mein Sohn, kannst du heute im Weinberg arbeiten?‘

Der aber sagte: ,Ich habe keine Lust.‘

Später aber tat es ihm Leid. Er ging und arbeitete im Weinberg.

Wer von den beiden Söhnen hat den Willen des Vaters getan? Was meint Ihr?“, fragt Jesus die Hohepriester und die Ältesten. Die antworteten: „Der Zweite!“

Da sagt Jesus: „Ihr Heuchler! Ihr wollt in das Reich Gottes kommen? Glaubt mir, eher kommen Sünder und Sünderinnen in das Reicht Gottes. Johannes der Täufer ist gekommen, um euch auf den rechten Weg zurückzurufen. Ihr aber habt ihm nicht vertraut. Die Sünder und die Sünderinnen aber haben ihm geglaubt. Ihr alle habt gesehen, was Johannes der Täufer getan hat. Trotzdem habt ihr euer Leben nicht geändert und ihm nicht geglaubt.“

 

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

A: Lob sei Dir Christus.

 

Ihre ganz persönliche Predigt – Nachdenken über das Wort Gottes

Manchmal sind wir einfach zu bequem, unser Leben zu ändern. Dabei haben wir durch Gott jeden Tag erneut die Möglichkeit, jetzt zu tun, was bei Gott richtig ist. Gott wartet dabei geduldig auf uns. Sobald wir selber in die Gänge kommen, können wir uns sicher sein, dass er uns entgegenkommt.

 

Überlege dir, welche Dinge es in deinem Leben gibt, wo du im ersten Impuls „Nein“ sagst. Nein sagst, weil du nicht magst oder keine Lust hast. Vielleicht sagst du auch „Nein“, weil du dir etwas nicht zutraust oder es dir zu mühsam erscheint.

 

Überlege dir, was du für die kommende Woche anpacken möchtest oder wo du dich überwinden kannst, es in Angriff zu nehmen. Höre auf dein Herz und handle danach!

 

Veranschaulichung: Herz aus Papier

V: Falte dir dein eigenes Herz! 

Es ist gut und richtig, auf die Stimme in seinem Herzen zu hören und danach zu handeln. Falte nun das vorbereitete Papier mit der Anleitung zu einem Herz. Nachdem du das Herz gefaltet hast, öffne es vorsichtig und schreibe in die Mitte des Herzens deinen Vorsatz. Bewahre dein Herz an einem für dich guten Ort, wo du regelmäßig an deinen Vorsatz erinnert wirst.

 

 

Fürbitten

V: Wir Christinnen und Christen denken auch immer an Menschen, die uns am Herzen liegen, oder denen es nicht so gut geht wie uns, die Sorgen oder Nöte haben. Wir wollen für sie beten.

Eine einfache Form des Gebets ist das „5 Finger Gebet“ (nach Papst Franziskus). Die fünf Finger stehen für fünf Gebetsvorschläge.

L: Der Daumen ist der Finger, der mir am nächsten ist. Ich bete für die, die mir am nächsten sind. Für meine Familie und meine Freunde. Für die Menschen, die ich gerade nicht sehen kann und die ich vermisse.

L: Der Zeigefinger ist der Finger, mit dem man auf etwas hinzeigt. Ich bete für die, die unterrichten, leiten und führen. Für alle Lehrer und Lehrerinnen und auch für die Priester.

L: Der Mittelfinger ist der längste Finger. Er erinnert uns an alle, die viel Verantwortung tragen. Ich bete für alle, die gerade wichtige Entscheidungen treffen müssen.

L: Der Ringfinger ist der Finger, auf den oft der Ehering gesteckt wird. Ich bete für die Menschen, die verheiratet sind, aber auch für die, die getrennte Wege gehen. Für alle Menschen, die schwach sind oder leiden müssen.

L: Der kleine Finger ist der Kleinste. Der kleine Finger soll uns daran erinnern, für uns selbst zu beten. Jesus hat gesagt: „Wer klein ist, wie ein Kind, dem gehört das Himmelreich!“

L: Worum möchtest du Gott gerade bitten?

Formuliere eine eigene Bitte!

 

Vater unser

V: Alles, was wir in unseren Herzen tragen, können wir vor Gott bringen. Jesus hat uns ein wichtiges Gebet mitgegeben, wo wir in der Gemeinschaft unser Herzensanliegen nochmals vor Gott bringen können. Wir wollen nun gemeinsam beten.

A: Vater unser im Himmel…

 

 

V: Gestärkt durch das Hören auf das Wort Gottes und das gemeinsame Gebet, bitten wir um Gottes Segen für die kommende Zeit:

 

 

Gebet um Gottes Segen

V: Gott, öffne uns Ohren und Sinne, damit wir erkennen, wer wir sind.

Gott, öffne uns Ohren und Seelen, damit wir merken, wo unsere Mitmenschen Not leiden.

Gott, öffne uns Ohren und Verstand, damit wir unsere Aufgaben in dieser Welt wahrnehmen.

Gott, öffne unsere Ohren, damit wir hören und erhört werden.

Der Segen Gottes sei mit uns.

Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A: Amen.

aus: Kinder in Pfarre und Liturgie, Kath. Jungschar, S. 17; www.kath-kirche-vorarlberg.at

 

Impressum:

Hrsg.: ARGE Liturgie (Geschäftsführender Leiter: Mag. Martin Sindelar, Wien) unter Mitarbeit der Liturgischen Institute in Freiburg/Schweiz und Trier/Deutschland, www.netzwerk-gottesdienst.at; netzwerk.gottesdienst@edw.or.at.

Verfasserinnen: Chrisitne Loibl-Zonsits, Fachstellenreferentin für Kinderliturgie, Junge Kirche, Erzdiözese Wien und Andrea Krist, Jugend-Kinderpastoralassistentinnen der Jungen Kirche, Erzdiözese Wien. Die Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet erteilte für die aus diesen Büchern entnommenen Texte die Abdruckerlaubnis. Die darin enthaltenen biblischen Texte sind Bestandteil der von den Bischofskonferenzen des deutschen Sprachgebiets approbierten revidierten Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift (2016). © 2020 staeko.net; Grafiken: wwgrafik.at.

Fotos © Andrea Krist; Körpergebet aus: Gilgenreiner, Doris. Beten mit Leib und Seele, Lahn Verlag 2002

Lied: Wenn du singst, singt nicht allein, Nr. 335, aus: Liederquelle, Pastoralamt der Diözese Linz, Linz 2002

Abschlusssegen aus: Kinder in Pfarre und Liturgie, Kath. Jungschar, S. 17, www.kath-kirche-vorarlberg.at

EVANGELIUM


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