Monday 21. September 2020

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Online Version des zuhause-Gottesdienstes

Online-Zuhause-Gottesdienst vom 24. Sonntag im Jahreskreis

13. September 2020

 

 

Was Sie vorbereiten können:

  • Suchen Sie sich in Ihrem Zuhause einen Platz zum Feiern des Gottesdienstes, wo Sie sich wohl fühlen: beim Esstisch, im Wohnzimmer, auf Ihrem Lieblingsplatz.
  • Zünden Sie eine Kerze an.
  • Wenn Sie mehrere Personen sind, teilen Sie sich die Aufgaben im Gottesdienst auf. Um Ihnen zu helfen, haben wir folgende Aufteilung vorgeschlagen:

V: Der Vorbeter/die Vorbeterin führt durch den Netzwerk-Gottesdienst.

L: Der Lektor/die Lektorin trägt Lesungen und Texte vor.

A: Alle sprechen und beten gemeinsam.

  • Wenn Sie etwas singen möchten, legen Sie sich ein Gotteslob bereit. Das Gotteslob können Sie im Buchhandel bestellen. Die Lieder können hier heruntergeladen werden.
  • Wenn Sie die Feier mit einem Teilen von Brot und Wein (Traubensaft) abschließen möchten, können Sie schon vorher das Notwendige bereitstellen.

 

Wie Sie den Netzwerk-Gottesdienst feiern:

Zu Beginn

A: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Wenn Sie möchten, können Sie ein Lied aus dem Gotteslob singen. Vorschlag: Ich lobe meinen Gott, der aus der Tiefe mich holt GL 383.

 

 

Einstimmung

V: Gott ist da. Wir sind beisammen, um auf Gottes Wort zu hören, unser Leben im Licht seiner frohen Botschaft anzuschauen und zu beten (und zu singen). Das verbindet mich/uns mit anderen, die jetzt auch in seinem Namen zusammen sind.

 

Gebet

Im Gebet wenden wir uns an Gott mit unserem Dank und unserer Bitte.

V: Werden wir still im Gebet. Bringen wir im Herzen vor Gott, was uns bewegt, was uns froh macht, was uns drückt und belastet.

Nach der Gebetseinladung halten Sie einen kurzen Moment der Stille, um selbst zum eigenen Beten zu kommen.

Gott, voll Erbarmen und Liebe!

Du willst, dass wir es gut miteinander haben.

Gib uns die Kraft, barmherzig zu sein und

wohlwollend miteinander umzugehen.

Das bitten wir dich, durch Jesus, deinen Sohn.

A: Amen.

Oder (z. B. für jene, die alleine beten):

Gott, du bist da – voll Erbarmen und Liebe. Du kennst mich. Du bist vertraut mit all meinen Wegen. Du weißt, was mich bedrückt und belastet, was mein Herz erhebt und mich froh macht. Ich bitte dich: Erfülle mein Hören und Nachdenken über dein Wort mit deiner Gegenwart und stärke mich mit deinem Heiligen Geist durch Jesus, deinen Sohn. Amen.

Das Evangelium – die Frohe Botschaft: Matthäus 18,21–35

L: Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (zu diesen Worten können sich alle mit dem Daumen ein Kreuz auf Stirn, Mund und Brust zeichnen.)

In jener Zeit trat Petrus zu Jesus und fragte: Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal?

Jesus sagte zu ihm: Ich sage dir nicht: Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal.

Mit dem Himmelreich ist es deshalb wie mit einem König, der beschloss, von seinen Knechten Rechenschaft zu verlangen.

Als er nun mit der Abrechnung begann, brachte man einen zu ihm, der ihm zehntausend Talente schuldig war.

Weil er aber das Geld nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kindern und allem, was er besaß, zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen.

Da fiel der Knecht vor ihm auf die Knie und bat: Hab Geduld mit mir! Ich werde dir alles zurückzahlen.

Der Herr des Knechtes hatte Mitleid, ließ ihn gehen und schenkte ihm die Schuld.

Als nun der Knecht hinausging, traf er einen Mitknecht, der ihm hundert Denare schuldig war. Er packte ihn, würgte ihn und sagte: Bezahl, was du schuldig bist!

Da fiel der Mitknecht vor ihm nieder und flehte: Hab Geduld mit mir! Ich werde es dir zurückzahlen.

Er aber wollte nicht, sondern ging weg und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er die Schuld bezahlt habe.

Als die Mitknechte das sahen, waren sie sehr betrübt; sie gingen zu ihrem Herrn und berichteten ihm alles, was geschehen war.

Da ließ ihn sein Herr rufen und sagte zu ihm: Du elender Knecht! Deine ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich angefleht hast.

Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte? Und in seinem Zorn übergab ihn der Herr den Peinigern, bis er die ganze Schuld bezahlt habe.

Ebenso wird mein himmlischer Vater euch behandeln, wenn nicht jeder seinem Bruder von Herzen vergibt.

 

Evangelium unseres Herrn, Jesus Christus.

A: Lob sei dir Christus.

Evangelium in Leichter Sprache 

 

Stille

 

Ihre ganz persönliche Predigt

Sorry! Pardon! Tut mir leid! – bei kleinen Unachtsamkeiten kommt uns das Entschuldigen leicht über die Lippen, genauso das vergebende: „Schon gut!“ Aber manchmal fühlen wir uns gekränkt, verletzt, nicht wertgeschätzt – vom Partner, der Partnerin, in der Familie, in der Arbeit (Schule). Das trifft uns dann tief und kann Beziehungen stören, mitunter sogar zerstören.

„Wie oft muss ich vergeben?“, fragt Petrus. „7“ steht als symbolische Zahl für Fülle und Vollkommenheit (so wie wir hundert-/tausendmal sagen). „7 x“ bedeutet in diesem Sinn: Immer! Jesus legt noch eins drauf mit der Vervielfachung von „7“, er sagt damit: immer und immer und immer wieder.

Mit der Geschichte von den beiden Knechten und dem König, der unermesslich große Schuld nachlässt, vermittelt Jesus:

  • Gott ist großzügig und bereit, alle Schuld nachzulassen. Aber Gott mutet das Verzeihen auch uns zu.
  • Und Jesus bringt Vergebungsbereitschaft mit dem Himmelreich in Verbindung: Wo Menschen von Schuld befreit werden, wo Menschen einander Vergebung schenken können, geht der Himmel auf. Wo sie sich dem verweigern, ist das Leben voll Leid.

 

Sie können über eine oder mehrere der folgenden Fragen für sich nachdenken oder mit anderen darüber ins Gespräch kommen:

  • Wo habe ich es (in letzter Zeit) als Befreiung erlebt, weil mir jemand vergeben hat?
  • Bei wem fällt es mir schwer, zu verzeihen? Was macht es mir schwer?
  • Bin ich nachtragend oder ständig darauf aus, bei anderen Fehler zu finden?
  • Was könnte mir helfen, anderen – vielleicht auch mir selber – zu verzeihen?

 

(Mit Kindern) die Botschaft vertiefen

Die Fragen können auch mit Kindern besprochen werden. Wenn die Kinder noch jünger sind, ist es hilfreich, von konkreten Beispielen aus den vergangenen Tagen auszugehen.

 

Vielleicht wird beim Nachdenken/Reden deutlich, dass noch eine „Schuld offen“ ist. Dann ist jetzt Zeit, um Vergebung zu bitten oder Vergebung zu schenken. Auch wenn nichts offen ist, zeigen Sie einander, dass Sie sich gern haben und froh sind, einander zu haben: Stehen Sie vom Tisch auf, umarmen Sie einander, … Sie können am Ende der Feier auch bei einem schlichten Mahl mit Brot und Wein (Traubensaft) darauf anstoßen.

Wenn Sie alleine feiern, kann das Nachdenken zum Anlass werden, das Gespräch zu suchen: mit jemandem, wo Vergebung oder etwas Belastendes offen ist; mit einem Menschen, dem Sie vertrauen, mit einem Seelsorger/einer Seelsorgerin.

 

Lobpreis und Bitte – unser Gebet in dieser Stunde

V: Sagen wir Gott Danke, weil er uns Mut macht, einander immer wieder zu verzeihen!

Der Ruf „Dir sei Preis und Dank und Ehre“ kann gesprochen oder gesungen (GL 670,8) werden. Beim ersten Mal wird er vorgesprochen/vorgesungen, dann wiederholen alle:

V/A: Dir sei Preis und Dank und Ehre

 

V: Barmherziger Gott, wir danken dir.

Denn du willst, dass das Leben für alle gut ist, du willst uns frei machen von Schuld und Versagen und schenkst immer wieder einen neuen Anfang.

A: Dir sei Preis und Dank und Ehre

 

 

V: Wir danken dir, Gott, und preisen dich für Jesus, deinen Sohn.

In ihm zeigst du uns deine Liebe. Er hat sich treffen lassen von allem, was Menschen unfrei macht und das Leben zerstört: Als Bote deiner Liebe hat er den Tod auf sich genommen und alles Zerstörende und Trennende aufgehoben, damit wir zu dir und zueinander finden.

A: Dir sei Preis und Dank und Ehre

 

 

V: Barmherziger Gott, wir danken dir, für die Kraft deines Heiligen Geistes. Denn sie bewegt die Herzen, wenn Menschen einander vergeben, wenn Gegner sich die Hände reichen und einen Weg zueinander finden. Es ist das Wirken deiner Geistkraft, wenn der Wille zum Frieden den Streit beendet, Verzeihung den Hass überwindet und Rache der Vergebung weicht.

Dafür danken wir dir durch Jesus Christus im Heiligen Geist, heute, alle Tage und in Ewigkeit.

A: Amen.

A: Dir sei Preis und Dank und Ehre

 

 

ODER: Statt dem Lobpreis können auch Verse aus Psalm 103 gebetet werden. Am Beginn und am Ende können Sie den Kehrvers sprechen oder singen (nach GL-Ö 876)

Kehrvers V/A: Lobe den Herrn meine Seele und alles in mir seinen heiligen Namen!

V: 2Lobe den Herrn, meine Seele, *

und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat:

3 der dir all deine Schuld vergibt *

und all deine Gebrechen heilt,

4 der dein Leben vor dem Untergang rettet *

und dich mit Huld und Erbarmen krönt,

5 der dich dein Leben lang mit seinen Gaben sättigt; *

wie dem Adler wird dir die Jugend erneuert.

6 Der Herr vollbringt Taten des Heiles, *

Recht verschafft er allen Bedrängten.

7 Er hat Mose seine Wege kundgetan, *

den Kindern Israels seine Werke.

8 Der Herr ist barmherzig und gnädig, *

langmütig und reich an Güte.

11 Denn so hoch der Himmel über der Erde ist, *

so hoch ist seine Huld über denen, die ihn fürchten.

12 So weit der Aufgang entfernt ist vom Untergang, *

so weit entfernt er die Schuld von uns.

13 Wie ein Vater sich seiner Kinder erbarmt, *

so erbarmt sich der Herr über alle, die ihn fürchten.

22 Lobt den Herrn, all seine Werke, /

an jedem Ort seiner Herrschaft! *

Lobe den Herrn, meine Seele!

23 Ehre sei dem Vater und dem Sohne *

und dem Heiligen Geiste.

24 Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit *

und in Ewigkeit. Amen.

 

Kehrvers A: Lobe den Herrn meine Seele und alles in mir seinen heiligen Namen!

Der Kehrvers kann auch gesungen werden nach GL-Ö 876

 

 

Die Fürbitten sind das Gebet der Glaubenden für andere. Es bedarf nicht vieler Worte. Sie können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will. Die folgenden Beispiele sind Anregungen; Sie können auch eine Auswahl treffen oder Namen/Personengruppen ergänzen.

Beim Feiern mit anderen können bei jedem Anliegen nach einem Gebet in Stille antworten:

V: Gott, barmherzig und voll Liebe – A: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

V: Lasst uns beten:

  • für alle, die in Hass und Streit leben
  • für alle, die jemanden verletzt oder gekränkt haben
  • für alle, die nicht verzeihen können

 

V: Beten wir, wie Jesus es uns gelehrt hat.

A: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Bitte um Gottes Segen – für den Tag und die Woche

V: Der Herr segne uns und behüte uns; er lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig; er wende uns sein Antlitz zu und schenke uns seinen Frieden,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

A: Amen.

 

Sie können noch ein Lied singen – Vorschlag: Gott liebt diese Welt (GL 464) und die Feier mit einem gemeinsamen Essen ausklingen lassen.

 

Impressum:

Hrsg.: ARGE Liturgie (Geschäftsführender Leiter: Mag. Martin Sindelar, Wien) unter Mitarbeit der Liturgischen Institute in Freiburg/Schweiz und Trier/Deutschland, www.netzwerk-gottesdienst.at; netzwerk.gottesdienst@edw.or.at.
Verfasser: Christoph Freilinger, Österreichisches Liturgisches Institut, Salzburg.
Die Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet erteilte für die aus diesen Büchern entnommenen Texte die Abdruckerlaubnis. Die darin enthaltenen biblischen Texte sind Bestandteil der von den Bischofskonferenzen des deutschen Sprachgebiets approbierten revidierten Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift (2016). © 2020 staeko.net; Grafiken: wwgrafik.at.

 

 

 

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