Monday 21. September 2020

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Online Version des zuhause-Gottesdienstes

Online-Zuhause-Gottesdienst vom 23. Sonntag im Jahreskreis

6. September 2020

 

 

Was Sie vorbereiten können:

  • Suchen Sie in Ihrem Zuhause einen Platz zum Feiern des Gottesdienstes, wo Sie sich wohl fühlen: beim Esstisch, im Wohnzimmer, am Lieblingsplatz, im Garten oder vielleicht gibt es auch eine Gebetsecke.
  • Bereiten Sie eine Kerze, ein paar Teelichter und Zündhölzer vor.
  • Falls Kinder mitfeiern, können sie mithelfen, den Platz zu schmücken: z.B. Blumen, Lieblingsstofftiere/-Puppen, ein hübsches (Tisch-)Tuch, ein Kreuz, eine (Kinder-)Bibel.
  • Wenn jemand ein Instrument spielt, bereiten Sie es vor. Kinder können Rasseln, Schellen oder Triangel verwenden.
  • Außerdem brauchen Sie während der Feier zur Veranschaulichung:
    • eine Schüssel mit Wasser und Brausetabletten (zB Calciumtabletten aus dem Drogeriemarkt, lassen sich gut aufteilen)
    • Schachbrett oder Damebrett und viele rohe Reiskörner
  • Lesen Sie sich diesen Vorschlag und die Bibelstellen vorher durch, damit Sie dann freier feiern könnt.
  • Verteilen Sie die Aufgaben, wenn mehrere Personen miteinander feiern: Wer führt durch den Gottesdienst, wer liest was, wer darf Kerzen anzünden etc.
    • V: VorbeterIn führt durch den Netzwerk-Gottesdienst
    • L: LektorIn trägt Lesungen und Texte vor (können auch zwei Personen abwechselnd machen)
    • A: Alle sprechen und beten gemeinsam
  • Wenn Sie etwas singen möchten, legen Sie sich ein Gotteslob bereit. Die Lieder können hier heruntergeladen werden.
  • Unser Vorschlag kann selbstverständlich geändert werden – vor allem, wenn Kinder mitfeiern, darf auf Alter und Vorverständnis der Kinder Rücksicht genommen werden.

 

Wie Sie den Netzwerk-Gottesdienst feiern:

V: Morgen fängt für viele wieder die Schule an, für die westlichen Bundesländer eine Woche später. Das neue Arbeitsjahr beginnt.

In den letzten Tagen und Wochen haben wir viel über Viren, Ansteckungsraten und Isolation gehört und erlebt, was es heißt, Distanz zu halten. Ein Virus kann sich sehr rasch verbreiten. Diese Erfahrung haben wir heuer im Frühjahr gemacht. Diese Verbreitung geschieht, weil immer ein Mensch noch einen Menschen ansteckt.

Das funktioniert nicht nur bei Krankheiten so. Zum Glück kann das auch bei wunderbaren Dingen geschehen: Auch Liebe, Lachen und Freude können ansteckend sein!

Stell dir vor, du steckst zwei weitere Menschen mit deiner Freundlichkeit an und diese zwei stecken wieder zwei Menschen mit ihrer Freundlichkeit an.

 

Veranschaulichung: Schach- oder Damebrett und Reiskörner (vorbereitet)

V: Dazu machen wir folgendes Experiment: Nimm ein Schach- oder Damebrett und lege auf das erste Feld links unten ein Reiskorn. Das bist du.

Auf das nächste Feld legst du zwei Reiskörner. Das sind die zwei Menschen, die du mit deiner Freundlichkeit anstecken konntest. Auf das nächste Feld kommen 4 Reiskörner. Das sind die vier Menschen, die die zwei vom zweiten Feld mit ihrer Freundlichkeit anstecken konnten.

Setze das fort. Wie lange dauert es, bis die Reiskörner keinen Platz mehr auf dem Feld haben? Du wirst sehen, das geht sehr schnell.

Du siehst: Wir müssen nicht immer die ganze Welt auf einmal retten. Es genügt, wenn wir zwei oder drei Menschen um uns haben und denen Gutes tun. Und so funktioniert auch Kirche, wenn wir jetzt miteinander feiern.

 

Liedvorschlag: „Es ist schön, solche Freunde zu haben“, (Jungscharlied) oder „Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind“ (GL 926)

 

Die Kerze wird angezündet.

A: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

V: Wir beginnen unsere Feier damit, dass wir gemeinsam das heutige Evangelium lesen.

L: Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (Mt 18,15-20)

Wenn dein Bruder gegen dich sündigt, dann geh und weise ihn unter vier Augen zurecht! Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder zurückgewonnen. Hört er aber nicht auf dich, dann nimm einen oder zwei mit dir, damit die ganze Sache durch die Aussage von zwei oder drei Zeugen entschieden werde. Hört er auch auf sie nicht, dann sag es der Gemeinde! Hört er aber auch auf die Gemeinde nicht, dann sei er für dich wie ein Heide oder ein Zöllner. Amen, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, das wird auch im Himmel gebunden sein, und alles, was ihr auf Erden lösen werdet, das wird auch im Himmel gelöst sein. Weiter sage ich euch: Was auch immer zwei von euch auf Erden einmütig erbitten, werden sie von meinem himmlischen Vater erhalten. Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.

 

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus

A: Lob sei Dir Christus.

 

Ihre ganz persönliche Predigt

Wie ist das eigentlich mit den Leuten, mit denen ich nicht gut auskomme? Was ist mit jenen Menschen, die mir schaden, die mich verletzen? Muss ich zu denen auch freundlich sein? Jesus sagt dazu: „Weise ihn unter vier Augen zurecht.“ In unserer heutigen Zeit heißt das, dass wir uns nicht alles gefallen lassen müssen. Dennoch dürfen wir den anderen auch nicht bloßstellen. Und wenn das nicht funktioniert, dann darf man sich auch Hilfe holen. Jesus zeigt uns drei Wege:

  1. Ich darf mir Hilfe holen.
  2. Jeder Mensch hat mehrere Chancen verdient.
  3. Wenn es nicht geht, dann darf ich es auch sein lassen. Ich muss mich nicht weiter verletzen lassen.

Auch hier liegt die Lösung im Miteinander. Ich kann mir von zwei oder drei oder mehreren Menschen helfen lassen.

 

 

 

V: Wir wollen nun an all das denken, was uns weh tut und belastet und bitten Gott darum, uns einen Weg zu zeigen, wie wir damit umgehen können.

 

Veranschaulichung: Wasserschale und Brausetablette (vorbereitet)

V: Nimm nun ein Stück Brausetablette und sag ein Wort, das dein Anliegen und deine Gefühle ausdrückt und leg es in die vorbereitete Wasserschale.

 

Wir bitten Gott um seine Unterstützung, damit wir den rechten Weg finden.

 

A: Herr, erbarme dich.

Nun kann jede/r mit der Brausetablette seine Gefühle zum Ausdruck bringen. Nach jedem Einlegen eines Stückes Brausetablette, sprechen alle gemeinsam: „Herr, erbarme dich.“

 

Stille

 

V: Am Ende des Evangeliums steht ein ganz wichtiger Satz: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

Das gilt auch für uns. Heute. Jetzt!

Jetzt ist Gott anwesend. Mitten unter uns. Gott begegnet uns in unserem Gegenüber und in uns selbst.

Wenn wir zu zweit, zu dritt oder zu viert in der Bibel lesen, dann traut Gott uns zu, dass wir sein Wort hören und verstehen und uns darüber austauschen. Es tut gut, miteinander darüber zu reden und zu diskutieren und verschiedene Ansichten zu äußern.

Als getaufte Christinnen und Christen sind wir gesalbt zu Königinnen und Königen, Priesterinnen und Priestern, Prophetinnen und Propheten. Und Gott ist mitten unter uns!

 

Fürbitten

V: Gott ist mitten unter uns. Deshalb können wir ihn jetzt um alles bitten, was uns am Herzen liegt.

Vorschläge für Fürbitten. Es können auch eigne Fürbitten oder einzelne Wortbitten formuliert werden.

Auf jede Bitte wird geantwortet:

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

L: Wir bitten dich für alle Schülerinnen und Schüler und alle Lehrerinnen und Lehrer, dass sie in diesem neuen Schuljahr einen guten Weg finden, mit den neuen Herausforderungen zurecht zu kommen.

L: Wir bitten dich für unsere Familien, dass wir achtsam im Umgang miteinander bleiben auch wenn es manchmal schwierig ist.

L: Wir bitten dich für die Ängstlichen, dass sie sich trotzdem trauen, die Dinge zu tun, die für sie wichtig sind.

L: Wir bitten dich für die Mutigen, dass sie sich nicht überfordern.

L: Wir bitten dich für die Einsamen, dass die ansteckende Freundlichkeit sie erreicht.

L: Wir bitten für unsere Verstorbenen, dass sie sich in deiner Liebe, deiner Freude und deinem Lachen sonnen können.

 

Vater unser

V: Jesus hat uns ein ganz wichtiges Gebet mitgegeben. Das wollen wir nun gemeinsam beten.

A: Vater unser im Himmel…

 

Abschlussimpuls für die kommende Woche

Liedruf: Wo zwei oder drei …

V: Herr, wir bitten dich, sei mitten unter uns an diesem Ort des Gebetes, aber auch zu Hause in unseren Dörfern.

Herr, du hast gesagt: Dort, wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen!

Wo zwei oder drei dein Wort hören, wo zwei oder drei dir folgen,
wo zwei oder drei – oder auch viele - deine Botschaft leben wollen, da bist du gegenwärtig.

Herr, wir vertrauen auf dich, wir vertrauen auf dein Wort. Höre unser Gebet, sei bei uns!

Gib uns Mut und Hoffnung und Freude!

Aus: Adalbert Ludwig Balling, Unser tägliches Brot gib uns heute. Gebete aus der dritten Welt. Aus Simbabwe

 

 

So bitten wir um den Segen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Impressum: ARGE Liturgie (Geschäftsführender Leiter: Mag. Martin Sindelar, Wien) unter Mitarbeit der Liturgischen Institute in Freiburg/Schweiz und Trier/Deutschland, www.netzwerk-gottesdienst.at; netzwerk.gottesdienst@edw.or.at.

Verfasserinnen: Hannelore Mayer und Andrea Krist, Jugend-Kinderpastoralassistentinnen der Jungen Kirche, Erzdiözese Wien.

Die Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet erteilte für die aus diesen Büchern entnommenen Texte die Abdruckerlaubnis. Die darin enthaltenen biblischen Texte sind Bestandteil der von den Bischofskonferenzen des deutschen Sprachgebiets approbierten revidierten Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift (2016). © 2020 staeko.net; Grafiken: wwgrafik.at. Foto ©. Andrea Krist

 

 

 

EVANGELIUM


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