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Online Version des zuhause-Gottesdienstes

Online-Zuhause-Gottesdienst zu Pfingsten für Singles, Alleinstehende und Alleinbetende

31. Mai 2020

 

 

Was Sie vorbereiten können:

  • Suchen Sie sich in Ihrem Zuhause einen Platz zum Feiern des Haus-Gottesdienstes, wo sie sich wohl fühlen: beim Esstisch, im Wohnzimmer, auf ihrem Lieblingsplatz.
  • Zünden Sie Ihre Osterkerze an.
  • Legen Sie Symbole zurecht, die Ihnen helfen, vor Gott zu sein und zu beten, z.B. ein Kreuz, eine Bibel, einen Rosenkranz.
  • Wenn Sie etwas singen möchten, legen Sie sich ein Gotteslob bereit. Die Lieder finden Sie auch unter https://dli.institute/wp/aufnahmen-der-lieder-aus-dem-gotteslob-stammteil/ zum Mitsingen oder Mithören.

Bitte wählen Sie aus, was für Sie stimmig ist – weniger ist manchmal mehr!

Wenn Sie nur eine Lesung wählen: Da die Lesung der Apostelgeschichte vom Pfingstereignis erzählt, ist sie an diesem Hochfest besonders wichtig.

 

Wie Sie den Netzwerk-Gottesdienst feiern:

 

Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

Einstimmung

Sie möchten, können Sie hier ein Lied singen z.B. Gotteslob 348 „Nun bitten wir den Heiligen Geist“.

Am Pfingsttag waren die Jüngerinnen und Jünger in einem Haus beisammen. Heute wird in vielen Häusern und Kirchen Pfingsten gefeiert. Wir sind verbunden als Christinnen und Christen im Beten und Hören der Schrift.

Ich möchte ruhig werden vor dir, Gott. Ich bringe dir, was mich in den letzten Tagen bewegt hat. (Zeit für einen Moment der Stille)

Kyrie – Christusrufe

Ich bin da, Gott. Mit allen, die heute in ihren Häusern zusammen beten, gehöre ich zu deinem Volk. Unsichtbar aber wirklich miteinander verbunden rufen wir:

Kyrie eleison (oder: Herr, erbarme dich)

Du führst zusammen, was getrennt ist. Kyrie eleison.

Du sendest den Geist der Einheit. Kyrie eleison.

Du berufst uns als Zeugen deiner Auferstehung. Kyrie eleison.

 

 

 

 

Gebet – meine Situation vor Gott

Gott in allem und über allem.

Du gabst den Aposteln Worte, die Menschen unterschiedlicher Sprachen hören konnten. So hast du am Pfingsttag die Einheit der Menschen durch deinen Geist neu begründet. Erfülle die ganze Welt mit den Gaben des Heiligen Geistes. Segne mein Gebet. Erfülle mich mit deinem Wort. Amen.

 

1. Lesung: Apg 2,1-11

Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle zusammen am selben Ort.

Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen,

wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt,

und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.

Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich verteilten;

auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.

Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt

und begannen, in anderen Sprachen zu reden, wie es der Geist ihnen eingab.

In Jerusalem aber wohnten Juden,

fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.

Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt;

denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.

Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten:

Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?

Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:

Parther, Meder und Elamíter,

Bewohner von Mesopotámien, Judäa und Kappadókien,

von Pontus und der Provinz Asien, von Phrýgien und Pamphýlien,

von Ägypten und dem Gebiet Líbyens nach Kyréne hin,

auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselýten, Kreter und Áraber –

wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

 

Für Pfingsten gibt es einen besonderen Gesang, der seinen Ort vor der Verkündigung des Evangeliums hat, die Pfingstsequenz. Singen, hören oder sprechen Sie diese Anrufung des Heiligen Geistes. Gotteslob 343 „Veni Sancte Spiritus“ oder 344 „Komm herab, o Heilger Geist.“

Das Evangelium – die Frohe Botschaft: Joh 20,19-23

Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden

bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte

und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!

Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.

Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen.

Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch!

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an

und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!

Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen;

denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.

 

 

 

 

Nachdenken mit Weg durch die Wohnung (das Haus) – was mir Pfingsten sagt.

Als Getaufte(r) habe ich den Geist empfangen. Er wirkt in meinem Leben. Pfingsten empfange ich ihn erneut. Doch woran erkennen ich das Wirken des Geistes in meinem Leben? Im Galaterbrief nennt Paulus Früchte des Geistes: Liebe – Freude – Friede – Freundlichkeit – Güte – Treue (Gal 5,22).

Ich durfte diese Früchte schon erfahren: Weil andere mir z.B. mit Freundlichkeit und Güte begegnet sind. Oder weil ich selber Menschen damit beschenken durfte. Manchmal empfinde ich, dass ich das nicht aus eigener Kraft konnte.

  • Hat sich dort der Heilige Geist gezeigt?
  • Mit welcher dieser Gaben verbindet sich das für mich besonders?
  • Wo in meiner Wohnung (meinem Haus) durfte ich das auf dichte Weise erleben?

 

Wenn Sie möchten, können Sie dazu auch an diese Orte in Ihrer Wohnung (Ihrem Haus) gehen.

Glaubensbekenntnis – was uns verbindet

Wenn ich jetzt meinen Glauben bekenne, verbinde ich mich mit allen Christinnen und Christen.

 

Ich vertraue Gott,

der Liebe ist,

Schöpfer des Himmels und der Erde.

 

Ich glaube an Jesus,

Gottes menschgewordenes Wort,

Messias der Bedrängten und Unterdrückten,

der das Reich Gottes verkündet hat

und gekreuzigt wurde deswegen,

ausgeliefert wie wir der Vernichtung,

aber am dritten Tag auferstanden,

um weiterzuwirken für unsere Befreiung,

bis Gott alles in allem sein wird.

 

Ich vertraue auf den heiligen Geist,

der in uns lebt,

uns bewegt, einander zu vergeben,

uns zu Mitstreitern des Auferstandenen macht,

zu Schwestern und Brüdern derer,

die dürsten nach der Gerechtigkeit.

 

Und ich glaube an die Gemeinschaft

der weltweiten Kirche,

an den Frieden auf Erden,

an die Rettung der Toten

und an die Vollendung des Lebens

über unser Erkennen hinaus.

 

 

 

 

Lobpreis und Anrufung des Geistes

Aus dem Bekenntnis, woran ich glauben kann, erwächst der Lobpreis.

Jesus hat den Jüngern seinen Geist verheißen. Seit Pfingsten wirkt er in unseren Kirchen. Im Gebet mit den Hauskirchen verbunden, stimme ich in den Lobpreis des Heiligen Geists ein.

 

Heiliger Geist, wir preisen deine Gegenwart, die uns unruhig macht. Wir preisen dein Feuer, das uns reinigt. Wir preisen deinen Atem, der uns belebt.

Sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu. (gesprochen oder gesungen: Gotteslob 312.2)

 

Heiliger Geist, wir preisen deinen Sturm, der uns mitreißt. Wir preisen deine Sprache, die Frieden stiftet. Wir preisen deinen Trost gegen die Traurigkeit

Sende aus deinen Geist ...

 

Heiliger Geist, wir preisen dich für deine Güte, die zum Teilen einlädt. Wir preisen dich für deine Kraft, der den Verzagten Mut gibt. Wir preisen dich für deinen Lebenshauch, der unsere Toten auferweckt.

Sende aus deinen Geist ...

 

Du sendest deinen Geist aus. Du verwandelst uns und unsere Welt. Ich bringe Dir auch meine persönlichen Bitten um Wandlung von bedrückenden Situationen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vater Unser

 

 

Bitte um Gottes Segen – für den Tag und die Woche.

Der Gott der Weisheit und des Friedens erneuere unsere Gedanken

und schenke uns die richtigen Worte.

Der Gott der Gerechtigkeit und Stärke helfe uns, für andere einzutreten

und neue Wege zu beschreiten.

Der Gott der Güte und Freundlichkeit begleite uns als Hauskirchen in unseren Dörfern und Städten.

Dazu segne uns der barmherzige Gott,

der in seiner Weisheit über aller menschlichen Macht steht,

der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. (Kreuzzeichen)

Amen.

 

 

 

Wenn Sie möchten, können Sie zum Abschluss noch einmal singen, z.B. Gotteslob 347 „Der Geist des Herrn erfüllt das All“.

 

Impressum:

Hrsg.: ARGE Liturgie (Geschäftsführender Leiter: Mag. Martin Sindelar, Wien) unter Mitarbeit der Liturgischen Institute in Freiburg/Schweiz und Trier/Deutschland, www.netzwerk-gottesdienst.at; netzwerk.gottesdienst@edw.or.at.

Verfasserin: Gunda Brüske, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz. Beim Glaubensbekenntnis handelt es sich um das „Credo von Kappel“, dem ein Text von Kurt Marti zugrunde liegt.

Die Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet erteilte für die aus diesen Büchern entnommenen Texte die Abdruckerlaubnis. Die darin enthaltenen biblischen Texte sind Bestandteil der von den Bischofskonferenzen des deutschen Sprachgebiets approbierten revidierten Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift (2016). © 2020 staeko.net; Grafiken: wwgrafik.at.

 

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