Saturday 6. March 2021

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HIER HÖRT

EIN MENSCH

 

Telefonseelsorge

Online Version des zuhause-Gottesdienstes

Online-Zuhause-Gottesdienst vom 5.Sonntag im Jahreskreis

5. Sonntag im Jahreskreis (7. Februar 2021)

 

Was Sie vorbereiten können:

  • Suchen Sie sich in Ihrem Zuhause einen Platz zum Feiern des Gottesdienstes, wo Sie sich wohl fühlen: beim Esstisch, im Wohnzimmer, auf Ihrem Lieblingsplatz.
  • Zünden Sie eine Kerze an.
  • Wenn Sie mehrere Personen sind, teilen Sie sich die Aufgaben im Gottesdienst auf.
  • Die Lieder sind aus dem Gotteslob entnommen, das im Buchhandel erhältlich ist.

    

Wie Sie den Netzwerk-Gottesdienst feiern: 

Zu Beginn

gemeinsam: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

 

Einstimmung

Singen oder hören Sie dieses Lied aus dem Gotteslob oder lesen Sie einfach gemeinsam den Text: GL 422 „Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr“.

eine/einer: Die vergangenen Lockdown-Wochen mit allen Entbehrungen, aber auch manche andere Lasten des Lebens, Schicksalsschläge oder Nöte können einen schon bedrücken, ja manchmal kann man sogar den Boden unter den Füßen verlieren. Der gehörte Liedtext bringt diese Leere und die damit verbundenen Fragen, auch an Gott gerichtet, zum Ausdruck: „Bist Du der Gott, der Zukunft mir verheißt?“ Der Liedtext benennt aber auch die vertrauensvolle Bitte: „Sprich Du das Wort, das tröstet und befreit“. Diese Hoffnung, so klein sie vielleicht auch geworden sein mag, möge für uns ein fester Grund sein, auf dem wir stehen und durchs Leben gehen.

 

 

 

 

Gebet

Im Gebet wenden wir uns an Gott mit unserem Dank und unserer Bitte.

eine/einer: Lasst uns beten.

Nach der Gebetseinladung halten Sie einen kurzen Moment der Stille, um selbst zum eigenen Beten zu kommen.

Gott, Du bist ein Gott, der das Leben der Menschen will. In Jesus hast Du gezeigt, dass Dir das Heil und das Glück der Menschen am Herzen liegt. Schenke uns immer wieder neue Hoffnung, wenn uns manches zu Boden zu reißen droht, und begleite uns mit Deiner Gegenwart. Darum bitten wir Dich durch Jesus Christus im Heiligen Geist.

gemeinsam: Amen.

 

 

Das Wort Gottes: Ijob 7,1-4.6-7

eine/einer: Lesung aus dem Buch Íjob.

Íjob ergriff das Wort und sprach: Hat der Mensch nicht ein schweres Los zu tragen? Sein Leben lang geht es ihm nicht besser als einem Knecht. Wie ein Arbeiter in der Sonnenhitze sehnt er sich nach Schatten, wie ein Knecht wartet er auf seinen Lohn. Auch mir sind Monate der Enttäuschung beschieden worden und Nächte des Elends muss ich durchmachen. Wenn ich mich schlafen lege, denke ich: Wann endlich ist die Nacht vorbei? Wann kann ich wieder aufstehen? Doch dann wälze ich mich bis zum Morgen hin und her, weil die Nacht sich endlos hinzieht. Meine Tage eilen schneller dahin als ein Weberschiffchen. Sie entschwinden ohne Hoffnung. O Gott, bedenke doch, dass mein Leben im Nu vorbei ist und dass ich das Glück nicht wieder sehen werde!

(Übersetzung: Neues Leben. Die Bibel)

 

 

Stille

 

Ihre ganz persönliche Predigt

Ein düsteres Bild zeichnet uns hier die Bibel. Kein Wunder, haben wir doch ein Stück aus dem Buch Ijob gelesen. Ijob war ein Mann, der alles verloren hat: seinen Besitz, seine Gesundheit, sein Ansehen und seine Kinder. Er zweifelte am Sinn des Lebens und fragte sich einfach nur: Warum? Warum muss ich soviel Leid aushalten? Und auch Gott klagte er an und fragte ihn: Warum das alles? Das Buch Ijob ist für uns eine Ermutigung darin, seine Klage auch Gott gegenüber laut auszusprechen. Vielleicht ändert sich dadurch nicht das Leid, aber womöglich die Art und Weise, wie ich damit umgehe – auch mit Gottes Hilfe.

 

 

Mit Kindern die Botschaft vertiefen

Über was warst Du das letzte Mal traurig? Über ein Spielzeug, das kaputt geworden ist? Über eine Fernsehsendung, die Du nicht schauen konntest? Über das Taschengeld, das viel zu schnell am Anfang des Monats schon weg war? Es gibt vieles, was uns traurig stimmen kann. So manches Wort, das vielleicht gar nicht so gemeint war, kann einen traurig machen. Auch wir Erwachsene sind hin und wieder traurig, auch wenn man uns das manchmal gar nicht ansieht. Was hilft Dir, wenn Du traurig bist? Was brauchst Du, damit Du wieder fröhlich sein kannst?

Mit den Kindern kann jetzt über diese Fragen gesprochen werden. Dabei erzählen auch die Erwachsenen, wie sie mit ihrem Traurig-Sein umgehen und was ihnen dabei hilft.

 

 

 

 

 

 

Lobpreis und Bitte – unser Gebet in dieser Stunde

Aus dem Hören auf das Wort Gottes und dem Nachdenken darüber erwächst unser Lobpreis.

Der Ruf „Ubi caritas et amor, Deus ibi est“ wird nach Möglichkeit gesungen (GL 445).

eine/einer: „Ubi caritas et amor, Deus ibi est“ („Wo die Güte und die Liebe wohnt, dort ist Gott“)

Der Ruf kann das erste Mal vorgesungen werden, dann stimmen alle ein:
gemeinsam:
„Ubi caritas et amor, Deus ibi est“

 

 

eine/einer: Gott, wir kommen zu Dir, um Dir zu danken und Dich zu preisen. Oft ist unser Leben überschattet von Schicksal, Leid und Tod, dennoch erfahren wir immer neu Lichtblicke der Hoffnung.

gemeinsam: „Ubi caritas et amor, Deus ibi est“

 

 

eine/einer: Du bist ein Gott, der das Leben der Menschen will, der uns beisteht und uns zu Hilfe kommt, wenn es uns schlecht geht.

gemeinsam: „Ubi caritas et amor, Deus ibi est“

 

 

eine/einer: In Jesus von Nazareth hast Du gezeigt, dass Dir das Heil und das Glück der Menschen am Herzen liegt. So haben sie erfahren, dass Dein Reich nahe ist.

gemeinsam: „Ubi caritas et amor, Deus ibi est“

 

 

eine/einer: Dich loben und preisen wir durch Jesus Christus, Deinen Sohn, im Heiligen Geist, heute und in Ewigkeit.

gemeinsam: Amen.

(nach Hans Hütter)

 

 

Die Fürbitten sind das Gebet der Gläubigen für die anderen. Es bedarf nicht vieler Worte, denn Gott kennt uns und weiß schon zuvor, worum wir bitten wollen. Sie können Fürbitten aussprechen, manchmal reicht es, die Namen derer laut auszusprechen, die man Gott ans Herz legen will. Oder Sie formulieren einfach im Stillen für sich.

eine/einer: Nachdem wir nun Gott Danke gesagt haben, besonders für seine Begleitung und für seine Hilfe in schwierigen Situationen, so sagen wir ihm nun auch das, was uns am Herzen liegt und wofür wir bitten möchten. Wir können das still tun oder wir können unsere Bitten und Fürbitten auch laut aussprechen. Und wir können auch einfach nur die Namen derjenigen sagen, an die wir heute besonders denken.

 

 

Es folgt eine Gebetsstille, wo jede/r laut oder still für andere beten kann.

eine/einer: Beten wir, wie Jesus es uns gelehrt hat.

gemeinsam: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.

Amen.

 

Zum Weitergehen

eine/einer: Sich ausweinen können,

sich ausschreien können,

 

klagen können über eine Schöpfung,

wo Unschuldige leiden müssen.

 

Hiob sein dürfen

und Gott fragen können.

 

Sich aufregen können vor Gott

über die grausamen Rätsel der Geschichte.

 

Leiden können an den Steinen,

die statt des Brotes

in Seinem Namen angeboten werden.

 

Aufschreien können,

wenn ein Guter scheitert.

 

Traurig sein können

über die Schläfrigkeit der Christen.

 

Sich ausklagen können und spüren:

Er versteht dich,

wie dich keiner versteht!

 

Denn ein Mensch wäre davongerannt

oder wahnsinnig geworden,

müßte er hören,

was ich Gott sage.

(Martin Gutl, Loblied vor der Klagemauer)

 

Bitte um Gottes Segen – für den Tag und die Woche

eine/einer: Gott, Du begleitest uns durch diesen Tag und durch die vor uns liegende Woche. Auch wenn wir Dich nicht immer spüren können, dürfen wir auf Deine Gegenwart und auf Deine Begleitung vertrauen. Dafür sagen wir Dir Dank heute und in Ewigkeit.

gemeinsam: Amen.

 

eine/einer: Und so segne uns Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

gemeinsam: Amen.

Sie können noch ein Lied „Mit dir geh ich alle meine Wege singen“ singen. Vorschlag: GL 896

 

 

 

 

Impressum:

Hrsg.: ARGE Liturgie (Geschäftsführender Leiter: Mag. Martin Sindelar, Wien) unter Mitarbeit der Liturgischen Institute in Freiburg/Schweiz und Trier/Deutschland, www.netzwerk-gottesdienst.at; netzwerk.gottesdienst@edw.or.at.
Verfasser: Mag. Bruno Almer, Referent für Liturgie in der Diözese Graz-Seckau
Die Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet erteilte für die aus diesen Büchern entnommenen Texte die Abdruckerlaubnis. Die darin enthaltenen biblischen Texte sind Bestandteil der von den Bischofskonferenzen des deutschen Sprachgebiets approbierten revidierten Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift (2016). © 2021 staeko.net; Der Verfasser ist für die Abklärung der Rechte Grafiken, Fotos und weitere Texte betreffend verantwortlich. Grafiken: wwgrafik.at.

 

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