Tuesday 24. November 2020

142

HIER HÖRT

EIN MENSCH

 

Telefonseelsorge

Online Version des zuhause-Gottesdienstes

Online-Zuhause-Gottesdienst vom 34. Sonntag im Jahreskreis

Christkönigsonntag

22. November 2020

 

 

Was Sie vorbereiten können:

  • Suchen Sie sich in Ihrem Zuhause einen Platz zum Feiern des Gottesdienstes, wo Sie sich wohl fühlen: beim Esstisch, im Wohnzimmer, auf Ihrem Lieblingsplatz.
  • Zünden Sie eine Kerze an. Wenn Sie mit Kindern feiern, die eine Martinslaterne besitzen, dann können sie die Laterne mit Licht in die Mitte stellen.
  • Wenn Sie mehrere Personen sind, teilen Sie sich die Aufgaben im Gottesdienst auf.
  • Viele Lieder sind aus dem Gotteslob entnommen, das im Buchhandel erhältlich ist.

 

Wie Sie den Netzwerk-Gottesdienst feiern:

Zu Beginn

gemeinsam: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

 

 

Einstimmung

Wenn Sie möchten, können Sie ein Lied aus dem Gotteslob singen. Vorschlag: Gelobt seist du, Herr Jesus Christ GL 375

eine/einer: Am letzten Sonntag im Kirchenjahr feiert die Kirche Christus als König. Das kann man unterschiedlich hören, z.B. politisch: Dieser König ist Maßstab für alle Herrscher, für alle Reiche dieser Welt. Seine „Macht“ stellt Willkürherrschaft in Frage. Sein Königreich ist die Königsherrschaft Gottes, die damit anbricht, dass Jesus sich an die Armen und Schwachen wendet. Er ist ganz auf der Seite der Menschen. Wer diesem König nachfolgt, stellt sich auf die Seite der Menschen. Davon ist im heutigen Evangelium die Rede.

 

 

Gebet

Im Gebet wenden wir uns an Gott mit unserem Dank und unserer Bitte.

eine/einer: Lasst uns beten.

Nach der Gebetseinladung halten Sie einen kurzen Moment der Stille, um selbst zum eigenen Beten zu kommen.

eine/einer: Guter Gott, dein Sohn ist uns zum Bruder geworden und sitzt zu deiner Rechten. Hilf uns, in dieser Zeit seiner Weisung zu folgen, damit wir einst aufgenommen werden in sein Reich. Darum bitte wir durch ihn, Christus, unseren Herrn.

gemeinsam: Amen.

(Werkbuch Wort-Gottes-Feier, S. 158)

 

 

Das Evangelium – die Frohe Botschaft: (Mt 25,31-46, gekürzt)

Das heutige Evangelium lässt sich sehr gut mit vier Personen lesen, nämlich SprecherIn, Christus/König, Schafe, Böcke. Sie können das Evangelium mit folgenden Worten einleiten:

Im Gleichnis von den Schafen und den Böcken werden die einen auf die gute, die rechte Seite gestellt – die Schafe –, die anderen auf die linke Seite – die Böcke oder auch Ziegen. Das Gericht des Königs vollzieht sich als Scheidung. Es macht einen Unterschied, wie jemand sich gegenüber den Hungrigen, Dürstenden etc. verhält. Denn in diesen Menschen trifft er auf Jesus.

Sprecher/in: In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt …,

dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.

Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden

und er wird sie voneinander scheiden,

wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. …

Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen:

Christus/König: Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben;

ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben;

ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen;

ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; …

Sprecher/in: Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen:

Schafe: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben

oder durstig und dir zu trinken gegeben?

Und wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen

oder nackt und dir Kleidung gegeben? …

Sprecher/in: Darauf wird der König ihnen antworten:

Christus/König: Amen, ich sage euch:
Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Sprecher/in: Dann wird er zu denen auf der Linken sagen:

Christus/König: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!

Denn ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben;

ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;

ich war fremd und ihr habt mich nicht aufgenommen;

ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; …

Sprecher/in: Dann werden auch sie antworten:

Böcke: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig

oder fremd oder nackt … und haben dir nicht geholfen?

Sprecher/in: Darauf wird er ihnen antworten:

Christus/König: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt,

das habt ihr auch mir nicht getan.

Stille

Ihre ganz persönliche Predigt – Nachdenken über das Wort Gottes

Wenn Sie das Evangelium mit verteilten Rollen gelesen haben, können Sie den Schafen, den Böcken und Christus Fragen stellen: Wie habt ihr Euch in Eurer Rolle gefühlt? Was hat sie in Euch ausgelöst? Fragen Sie die Mitfeiernden: Wie habt Ihr Jesus Christus erlebt? Welche Frage könnte die Böcke den Schafen stellen? Was würden die Schafe antworten?

 

Wenn das Evangelium von einer Person gelesen wurde, schreiben Sie als Gemeinschaft oder Einzelperson auf ein vorbereitetes Blatt Papier die Worte «Gericht» und «gerecht». Sie unterscheiden sich nur durch einen Buchstaben. Legen Sie das Blatt und Stifte in die Mitte. Laden Sie alle ein, in Stille auf dem Blatt Stichworte oder Assoziationen zu diesen beiden Wörtern zu notieren. Lesen Sie (zusammen), was jetzt auf dem Blatt steht. Wenn Sie möchten, können Sie sich auch noch darüber austauschen.

 

 

Mit Kindern die Botschaft vertiefen

Sie können mit den Kindern den Ausschnitt aus dem Fresko (Simone Martini, ca. 1321, St. Martin Kapelle der Unterkirche, San Francesco, Assisi, Italien) betrachten 

eine/einer: Vor Kurzem (am 11. November) haben wir den heiligen Martin gefeiert. Der heilige Martin hat als Soldat des römischen Kaisers den Mantel geteilt und eine Hälfte des Mantels einem Bettler gegeben. Dann wird erzählt: In der darauf folgenden Nacht erschien Jesus dem schlafenden Heiligen (auf dem Bild umgeben von Engeln) und spricht Martin mit Worten an, die wir heute im Evangelium gehört haben: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Was Jesus damit meint, haben wir auch heute gehört. Vielleicht schafft ihr es, folgende Sätze aus dem Evangelium zu vervollständigen:

eine/einer: Ich war hungrig und ihr … gemeinsam: … habt mir zu essen gegeben.

eine/einer: ich war durstig und ihr… gemeinsam: … habt mir zu trinken gegeben.

eine/einer: Ich war fremd und ihr… gemeinsam: … habt mich aufgenommen.

eine/einer: Ich war nackt und ihr… gemeinsam: … habt mir Kleidung gegeben.

Für Martin war klar: Er wollte nicht mehr als Soldat dem römischen Kaiser oder einem andern König dienen. Er wollte nur noch Jesus dienen. Jesus Christus war eigentlich sein König.

 

Lobpreis

Aus dem Hören auf das Wort Gottes und dem Nachdenken darüber erwächst unser Lobpreis, zum Beispiel mit den gesungenen Christus-Rufen „Christus Sieger, Christus König“ GL 560

 

Gebet

eine/einer: Guter Gott, wir gehen durch eine Zeit der Unsicherheit und Angst:

Da ist die Sorge um geliebte Menschen.

Da ist die Furcht, sich anzustecken.

Da ist die Ungewissheit, wie sich unsere Welt in diesen Monaten verändern wird.

Da ist jetzt schon ein grundlegender Einschnitt in unser gewohntes Leben:

Wir müssen auf vieles verzichten, das wir gerne tun, um andere Menschen nicht in Gefahr zu bringen. Das belastet uns, und wir hoffen, dass diese Zeit bald vorübergeht.

Dies alles: unsere Befürchtungen, unsere Hoffnungen, unsere Ängste, tragen wir vor dich.

Du hast gesagt, dass du unsere Gebete hörst.

Du hast gesagt, dass wir unsere Sorgen auf dich werfen dürfen.

Du hast gesagt, dass du bei uns bist alle Tage bis ans Ende der Welt – auch in dunklen Zeiten.

Wir vertrauen dir. Wir legen die Menschen, die wir lieben, in deine Hand: Segne sie und behüte sie. Und wir bitten dich, schenke uns Kraft und Zuversicht und beschütze uns in dieser Zeit.

 

Vater unser

eine/einer: Verbunden mit allen, die heute als Einzelne, Familien oder Freude zuhause feiern, sprechen wir das Gebet, das Jesus uns gelehrt hat:

A: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

 

Zum Weitergehen

eine/einer: Guter Gott, schenke Du uns einen liebevollen Blick auf die Menschen, die uns begegnen. Hilf uns, Jesus in ihnen zu erkennen, und löse, was in uns verhärtet ist. Amen.

 

Sie können noch ein Lied singen. Vorschlag: Bewahre uns Gott, behüte uns Gott GL 453

 

Bitte um Gottes Segen – für den Tag und die Woche

eine/einer: Der Gott der Weisheit und des Friedens erneuere unsere Gedanken und schenke uns die richtigen Worte.

gemeinsam: Amen.

eine/einer: Der Gott der Gerechtigkeit und Stärke helfe uns, für andere einzutreten und neue Wege zu beschreiten.

gemeinsam: Amen.

eine/einer: Der Gott der Güte und Freundlichkeit begleite unser Miteinander als Familie, als Freundinnen und Freunde, als Kolleginnen und Kollegen.

gemeinsam: Amen.

eine/einer: Das gewähre uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

gemeinsam: Amen.

 

 

 

Impressum:

Hrsg.: ARGE Liturgie (Geschäftsführender Leiter: Mag. Martin Sindelar, Wien) unter Mitarbeit der Liturgischen Institute in Freiburg/Schweiz und Trier/Deutschland, www.netzwerk-gottesdienst.at; netzwerk.gottesdienst@edw.or.at.
Verfasser*in: Gunda Brüske (Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz, Freiburg/CH). Abschnitt „Mit Kindern die Botschaft vertiefen“: Stefan Huber (Diözese Bozen-Brixen). Gebet: Ursula Schuhmacher auf liturgie.ch (https://www.liturgie.ch/praxis/gottesdienst-corona/allgemein/1583-corona-gebete) Die Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet erteilte für die aus diesen Büchern entnommenen Texte die Abdruckerlaubnis. Die darin enthaltenen biblischen Texte sind Bestandteil der von den Bischofskonferenzen des deutschen Sprachgebiets approbierten revidierten Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift (2016). © 2020 staeko.net; Der Verfasser ist für die Abklärung der Rechte Grafiken, Fotos und weitere Texte betreffend verantwortlich. Grafiken: wwgrafik.at.

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